Der Dresdner Stadtrat hat in seiner November-Sitzung die Unterstützung der Kampagne „save me - eine stadt sagt ja“ beschlossen. Die NPD in Dresden startete daraufhin eine geschmacklose Postkartenaktion unter dem Titel „Eine Stadt sagt nein! Keine dauerhafte Ansiedlung von Afrikanern in Dresden“. Kurz darauf initiierten SPD und Jusos in Dresden eine öffentlichen Gegendarstellung: Unter dem Titel „Dresden sagt nein! Keine weitere Duldung von Nazis in Dresden“ verbreiteten die Sozialdemokraten und die Jungsozialisten Postkarten, auf denen sie über die Umtriebe der Rechtsextremen aufklärten.
„Wir werden diese Aktion nicht unkommentiert hinnehmen“, so SPD-Stadtrat Richard Kaniewski. „Die save me-Kampagne zu unterstützen war die richtige Entscheidung. Die geschmacklose Postkartenaktion der NPD zeigt eindeutig, wo sie sich politisch befindet. Die NPD und ihre Mitglieder sind geistige Brandstifter, die unsere offene Gesellschaft und die Vielfältigkeit in unserem Land in Frage stellen. Ich bitte alle Dresdner den einzig richtigen Ort für die Postkarte zu wählen den es gibt – den Mülleimer.“ Der Dresdner Juso-Vorsitzende Stefan Engel bekräftigt dies: „Nicht die angeblich Fremden sind das Problem, sondern die Demokratiefeinde neonazistischer Organisationen.“

